Geschüttelt, nicht gerührt – Streckentest Pavédemark

Das Wort Pavé kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie pflastern bzw. gepflastert. Die vermutlich berühmtesten gepflasterten Strecken im Radsport findet man beim Rennen Paris-Roubaix. In diesem Zusammenhang hat sich Arne Schiereck für dieses Jahr eine neue Veranstaltung, die Pavédemark, ausgedacht. Es sollten einige Kopfsteinpflasterpassagen in der Umgebung gefahren werden und anschließend in die Herzblut-Bar in Mellendorf eingekehrt werden, um dort gemeinsam das Rennen Paris-Roubaix im Fernsehen genossen werden. Leider kam da eine Kleinigkeit dazwischen – das Coronavirus und sowohl das Rennen Paris-Roubaix als auch damit die Pavédemark mussten abgesagt werden.

In Wieckenberg war das erste und längste Pavé geschafft.

Nachdem man nun endlich wieder in kleinen Gruppen fahren kann, haben sich fünf Fahrer der Equipe auf den weg gemacht, um die geplante Strecke einmal abzufahren. Gleich vorweg, es hat ganz schön gerumpelt. Anfangs ging es Richtung Norden zum Forst Rundshorn und von dort aus nach Wietze. Auf dem Weg dorthin wartete auch schon die erste Rüttelstrecke, die mit 3,3 Kilometern auch die längste war. Nach Wietze wartete überraschenderweise ein sandiger Waldweg. Dies mag damit zusammenhängen, dass Arne die Strecke ursprünglich für Crosser und MTBs geplant hatte. Nur zwei der Fahrer nahmen die sandige Strapaze auf sich und waren einhellig der Meinung, dass dies nicht für Rennräder gedacht sein kann. Mit den anderen drei Fahrern trafen sie sich danach wieder auf dem bereits erwähnten Pavé, auf dem es dann wieder Richtung Süden nach Fuhrberg ging.

Sandiger Waldboden – eine tiefgehende Erfahrung für die dünnen Rennradreifen
Geschafft. Da muss man nicht unbedingt mit dem Rennrad durch.

Im Windschatten von Markus ging es weiter in Richtung Burgwedel. Am Würmseeweg ging es wieder zurück in die Wedemark. Zuvor musste aber noch eine holprige Passage über die Autobahnbrücke gemeistert werden. Nach Rund 50 Kilometern ging es in Bissendorf-Wietze weiter über einen Schotterweg. Zwei der Fahrer wollten sich nun nicht weiter durchschütteln lassen und verabschiedeten sich, um noch ein paar Kilometer auf Asphalt zu genießen. Zu Dritt ging es dann über eine weitere Kofsteinpflasterüberführung über die A7 nach Großburgwedel. In Isernhagen verabschiedete sich dann mit Dirk ein weiterer Fahrer. So waren nur noch Neumitglied Jörg und Tobias übrig, die sich auf weitere gepflasterte Wegstrecken am Golfplatz Isernhagen und dem Parksee Lohne freuen konnten. Von dort aus ging es wieder zurück nach Isernhagen FB, am Sportplatz Isernhagen vorbei über Hainhaus nach Weiherfeld.

An der L190 angekommen sollte es dann nur noch nach Norden in Richtung Heimat gehen. In Scherenbostel trennten sich dann die Wege der letzten beiden Fahrer. Jörg sollte an diesem Tag mit An- und Abfahrt zum MTV erstmals eine Tour von mehr als 100 Kilometern Länge absolvieren. Tobias bemerkte noch in Scherenbostel, dass er von der von Arne geplanten Strecke abgewichen ist und dreht kurzfristig noch einmal um. Schließlich hat auch Scherenbostel noch eine schöne Rüttelstrecke im Angebot. Von dieser ging es wieder zurück zur L190 und dann tatsächlich auch nach Mellendorf. Dort angekommen wunderte sich Tobias, dass der Gilborn nicht als Teil der Strecke eingeplant wurde. Statt dessen sollte er die Wedemarkstraße nehmen. Auch wenn diese der Strecke angemessene Schlaglöcher aufweist, nahm er dann doch lieber den Gilborn und ließ das Fahrrad noch mal ordentlich klappern.

Wie eine Nachfrage bei Arne ergab, scheint die GPX-Datei auf der Webseite nicht die aktuellste Version zu sein. Dort ist tatsächlich der Gilborn mit dabei. Und auch die Ortsdurchfahrt von Meitze ist involviert. Auch gab Arne bekannt, dass es in diesem Jahr noch einen neuen Anlauf für die Pavédemark geben wird. Schließlich wurde das Rennen Paris-Roubaix nicht abgesagt, sondern auf den 25. Oktober verlegt.

Am Ende blieb der Spaß an einer wirklich schönen und abwechslungsreichen Strecke, die mal etwas anders war als die sonstigen Strecken. Trotzdem darf aber bezweifelt werden, dass diese nun häufiger bei der Tourenplanung der Equipe berücksichtigt werden wird.

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